Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Investoren,
im vergangenen Monat sorgten die mit Spannung erwarteten Geschäftszahlen von Nvidia für das zweite Quartal für steigende Kurse bei zahlreichen Halbleiter-Produzenten. Mit einer Umsatzverdopplung im Vergleich zum Vorjahr konnte die Sorge an der Börse, der KI-Investitions-Boom könne enden, vorerst zerstreut werden. Davon profitierten nicht nur Nvidia selbst mit plus 10 % (in USD), sondern auch Netzwerk-Ausrüster wie Arista mit rund 8 % (in USD).
Mit beiden Firmen haben wir im Fonds zwei bewusst kleine neue Beteiligungen als Ergänzung im Bereich der KI-Infrastruktur aufgebaut. Maßgeblich sind für uns ihre jeweiligen Wettbewerbsvorteile, ihre Ertragskraft und das Verhältnis von Chancen und Risiken – nicht ihre Zugehörigkeit zu einem derzeit populären Börsenthema. Eine detaillierte Darstellung des Investment Case folgt in einer der kommenden Ausgaben des Investorenbriefs.
Die Aktien einzelner Softwarefirmen setzten ihre bereits im Juli begonnene Erholung fort, weil die vorgelegten Quartalzahlen verdeutlichen, dass die Sorge vieler Marktteilnehmer vor einer existentiellen Bedrohung von Softwarefirmen durch KI-Lösungen übertrieben erscheint. So legten unsere Portfoliounternehmen Microsoft im August um rund 9 %, Adobe um rund 17 % (jeweils in USD) zu. Solche Bewegungen sind erfreulich, ersetzen für uns jedoch nicht die Prüfung der unternehmerischen Entwicklung: Kursrückgänge allein widerlegen eine Investmentthese nicht, Kursanstiege bestätigen nicht automatisch deren Richtigkeit.
Bei unseren Consumer Staples lieferte Church & Dwight beeindruckende Quartalszahlen ab, kehrte auf den geschäftsmodelltypischen Wachstumspfad zurück und hob die Prognose für das 2026er Geschäftsjahr an. Bei Henkel beschleunigte sich das organische Umsatzwachstum in Q2 auf 4,7 %. Nach einem Wachstum von 3,2 % im ersten Halbjahr hob Henkel seine organische Umsatzprognose für das Gesamtjahr an.
Beiersdorf hingegen senkte den Jahresausblick. Dem Wachstum von Eucerin und Aquaphor steht ein deutlicher organischer Umsatzrückgang bei Nivea gegenüber. Entscheidend wird sein, ob die eingeleiteten Maßnahmen die Wachstums- und Ertragskraft nachhaltig verbessern. Auch hier gilt: Wir blicken weiterhin auf das jeweilige Geschäftsmodell und die Bilanz, nicht nur auf den Kurszettel dieser im Kern robusten Gewinnmaschinen.
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Ihr Unternehmerfonds-Team von Wagner & Florack
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